Landesinformation Kenia

Hauptstadt: Nairobi (knapp 3 Millionen Einwohner; Stand 2002)

Fläche: 580.367 km2 (rund 7 Mal so groß wie Österreich)

Höchster Punkt: Mount Kenya (5.199 m)

Lägster Fluss: Tata (710km)

Großstädte: Mombasa (Hafen, 700.000 Einwohner), Kisumu (270.000 Einwohner)

 

Allgemeine Informationen


Bevor Ihre Reise nach Kenia losgeht, bieten wir ihnen die Möglichkeit, sich hier einen kurzen Überblick über ihr gewünschtes Urlaubsziel zu verschaffen.

Ankuft in Kenia: Für den ersten Tag empfehlen wir: Lassen sie es gemütlich angehen. Gewöhnen sie sich an das äquatoriale Klima und erholen sie sich von den Strapazen des Fluges.

Bevölkerung: Die Bevölkerung besteht zu 60% aus Bantuvölkern (Kikuyu, Luhya, Kamba u.a.) sowie Niloten und Hamiten (Massai, Galla, Somali); daneben gibt es 42.000 Araber, 89.000 Asiaten und 35.000 Europäer. 75% macht die ländliche Bevölkerung aus. Die Zuwachsrate beträgt etwa 1,15%. Es leben rund 220.000 Flüchtlinge aus Nachbarländern in Kenia. So vielfältig wie das Land, so unterschiedlich sind die Bewohner Kenias, in dessen Staatsgebiet etwa 30 Mio. Menschen leben, die mehr als 40 ethnischen Gruppen angehören: z.B. Bantu (Kikuyu, Embu, Meru, Mbere, Kamba), die sieben größten Stämme Kikuyu, Luhya, Luo, Kamba, Kalenjin, Kisii, Meru

 

Lebenserwartung: 48 Jahre

Analphabetenrate Männer: 14%, Analphabetenrate Frauen: 30%

Amtssprache: Kisuaheli; außerdem: Englisch als Handelssprache, über 30 afrikanische Sprachen (z.B. Kikuyu, Luo und Massai), Arabisch

Währung: 1 Kenya-Schilling (KSH) = 100 Cents; 100 KES = 1,26 Euro

Religionszugehörigkeit: Naturreligionen, Christen, Muslim, Hindus und Juden

 

Landessprache Kiswahili


Karibu - Willkommen!

Asante - Danke!

Jambo, Habari Gani? - Hallo, wie geht's?

Nzuri! - Gut

Vorstellung

Jina lako nani? - Wie ist ihr Name?

Jina langu... - Mein Name ist...

Unatoka wapi? - Wohere kommen sie?

Natoka... - Ich komme aus... Österreich - Austria / Deutschland - Ujerumani

Wewe ni mtalii? - Sind sie Tourist/in?

Sisi ni watalii - Wir sind Touristen

Unaweza kusema kijerumani/kiingereza - Sprechen Sie Deutsch/Englisch?

Ndiyo/Hapana - Ja/Nein

Abschied

Kwaheri! - Auf Wiedersehen"

Hadi kesho! - Bis morgen!

Sawa! - OK

Wirtschaft


Wirtschaft: Die Landwirtschaft bildet für 3/4 der Bevölkerung die Existenzgrundlage. Für die Ernährung werden Mais, Weizen, Gerste, Hafer, Bohnen, Süßkartoffeln, Hirse, Zuckerrohr, Erdnüsse, Sesam, Bananen, Orangen, Mangos und an der Küste Kokosnüsse produziert. Kenia ist ein Agrarland - 75% der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig. Kenia ist eines der wenigen afrikanischen Länder mit nennenswerter Milchwirtschaft. Außer Tee und Kaffee sind Petroleumprodukte die Hauptexportgüter des Landes. Kenia verfügt über keine eigenen Energierohstoffe. Landwirtschaft: 26%, Industrie: 18%, Dienstleistung: 56%

Verkehr: Das Verkehrsnetz ist in den südlichen Landesteilen (Hochland) gut ausgebaut, im nördlichen Tiefland ist es dagegen noch kaum entwickelt. Hervorzuheben sind die Ugandabahn mit ihren Abzweigungen im westlichen Hochland, die Rundstraße um den Mount Kenia und die Kap-Kairo-Straße, die Nairobi berührt. Haupthafen ist Mombasa.

Fernseher: Kenia: 1 Fernseher für 50 Personen. Österreich: 1 Fernseher für 2 Personen.
Mobiltelefon: Kenia: 540 000. Österreich: 6 Millionen.
Internet: Kenia: 250 000 Nutzer. Österreich: 3 Millionen Nutzer.

Mit 100 Kenianischen Schilling kann ein Vater seine Familie 1-2 Tage ernähren. Ein guter Kellner erhält ca. 3.000 KSH. Doch hat er auch einige Ausgaben: Das Matatu, das er nützt, um zu seiner Arbeitsstelle zu kommen, kostet ihm pro Monat ca. 900 KSH. Eine kleine Tabelle:
Löhne: ca. 5.000 KSH (Koch, Sekretär, Zimmermädchen),
pro Kind: 1.500 KSH (Schuluniform, Schulbücher, Schreibzeug, ...)

Geografische Lage und Geschichte


Geographische Lage: 5?N - 5?S / 34?O - 42?O (am Äquator). Kenia grenzt im Nordosten an Somalia, im Norden an Äthiopien, im Nordwesten an den Sudan, im Westen an Uganda und im Süden an Tansania. Im Osten liegt der Indische Ozean. Landschaftlich ist Kenia in vier Regionen unterteilt: Wüste im Norden, Savanne im Süden und fruchtbare Ebenen an der Küste und an den Ufern des Victoria-Sees. Das Bergland mit der Haupstadt Nairobi befindet sich im Westen. Nordwestlich von Nairobi liegt das Rift Valley, der Grabenbruch, in dem die Stadt Nakuru liegt, unweit des Mount Kenia, der ebenfalls einen Nationalpark beherbergt.

 

Politisches System und Staatsform: Präsidialrepublik seit 1963 (Verfassung), letzte Änderung 1997. Einkammerparlament (National Assembly) mit 224 Mitgliedern. Staats- und Regierungschef: Daniel Toroitich arap Moi, seit 1978. Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 5 Jahre. Unabhängig seit 1963 (ehemalige britische Kolonie).

 

Geschichte: Vor der Kolonisation bildete Kenia keine politische Einheit. 1895 kam das ganze Land unter britische Kolonialverwaltung. 1952 brach der Mau-Mau-Aufstand aus, den England militärisch niederschlug, danach (1957) wurden politische Reformen eingeleitet. Das Land erhielt 1963 die Unabhängigkeit. Kenyatta wurde 1963 Ministerpräsident und regierte von 1964 bis zu seinem Tod 1978 als Staatspräsident. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige Vizepräsident Daniel Arap Moi gewählt. Seit Ende der 1980er Jahre wuchs der Druck auf Daniel Arap Moi, Kenia zu demokratisieren. Gleichzeitig verschlechterte sich die Wirtschaftslage durch Flüchtlingsströme aus den Nachbarländern. Es kam zu blutigen Unruhen. 1992 fanden erstmals nach 26 Jahren freie Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt.


Natur

Klima: Große Gegensätze bestimmen das Klima des Landes. Da Kenia zumeist aus Hochland besteht, hat es fast das ganze Jahr über ein angenehmes Klima mit warmen Tagen und kühlen Nächten. Der Küstenstreifen ist gut bewässert und hat sehr gemäßigte Temperaturen zwischen 25 und 30°C, bei hoher Luftfeuchtigkeit. Deswegen gibt es hier eine üppige subtropische Vegetation sowie eine hohe Bevölkerungsdichte. Im Küstenhinterland zeigt sich jedoch ein ganz anderes Bild. Nach Westen schließt sich eine Plateaulandschaft an bis auf 1200m, mit weiten Grassavannen sowie den typischen ausladenden Schirmakazien.

Wetter: Von März bis Mai herrscht Regenzeit und auch von Oktober bis Anfang Dezember gibt es oft regnerische Tage.

Pflanzen- und Tierwelt: Da das Hochland weitgehend agrarwirtschaftlich genutzt wird, kommen Laub abwerfender Feuchtwald und, bei 9-12 feuchten Monaten, immergrüner tropischer Regenwald nur an den Berghängen vor. Die Feuchtwälder an der Küste sind fast verschwunden; an einigen Stellen gibt es jedoch Mangrovenwälder, Palmen, Teakbäume und Sandelholzbäume. Eine Feuchtsavanne kennzeichnet das Küstenhinterland. Wälder entstehen entlang der Flüsse und in den Sümpfen. In den Tiefländern bis zu einer Höhe von etwa 900 Metern kommen Affenbrotbäume und Akazien vor.

Kenia ist berühmt für seine reichhaltige Tierwelt, insbesondere wegen der Großsäuger in den Savannen. Dazu gehören Elefanten, Nashörner, Büffel, Zebras, Gazellen, Giraffen, Löwen, Leoparden und Geparde. Die meisten dieser Tiere leben zwar geschützt in Nationalparks und Wildreservaten, dennoch haben Wilderer die Bestände großer Säugetiere wie Elefanten und Nashörner beträchtlich dezimiert. Auch die Vogelwelt Kenias ist artenreich, u.a. leben hier Strauße, Flamingos, Schuhschnäbel, Marabus, Nashornvögel und verschiedene Eisvogelarten; eine bemerkenswerte kenianische Vogelart ist der braun gefärbte Hammerkopf.


Sehenswürdigkeiten

Die Altstadt, Markthalle, Moscheen, Hindutempel, die alten Häuser mit den Lamuschnitzereien sowie die Märkte in Mombasa sind eine Besichtigung wert.

Akamba Craft (Schnitzerdorf): Ein großes Dorf in dem sozial Benachteiligte und Behinderte ein Einkommen haben. Im Shop gibt es Souvenirs nur zu Fixpreisen zu kaufen.

Haller Park (Bamburi Nature Park) im Norden Mombasas: Ehemals ein Steinbruch einer Zementfabrik, heute nach langen Jahren wieder aufgeforstet und in ein Naherholungsgebiet mit Tierpark umgewandelt. Krokodilfarm, Fischzucht, das Nilpferd-Baby Owen.

Fort Jesus: Museum in Mombasa. Wurde im 16. Jahrhundert von den Portugiesen erbaut.

Ngomongo Village in Mombasa: Traditionelle Häuser diverser Stämme sind hier nachgebildet. Auf kleinem Raum erlebt man hier die Vielfalt von Land und Leuten.

Bombolulu Kunst (Handwerkstätte und Kulturzentrum): Hier leben und arbeiten über 260 Körperbehinderte im Norden Mombasas. Früher wurde dieses Projekt von ausländischen Geldern finanziert, heute ist es durch seinen Erfolg völlig unabhängig (Lederwerkstätte, Holzschnitzerei oder Schneiderei,...).

Fotos: Personen sollten sie immer um Erlaubnis fragen. Aus folgenden Gründen: Manche Leute glauben, mit den Kameras könne man ihnen die Seele rauben und so Macht über sie gewinnen. Einige glauben, man werde die Bilder dann teuer in Europa verkaufen und wollen deshalb eine Beteiligung. Religiöse Überzeugung. Verbot: Bild des Präsidenten, Nationalflagge, Polizisten


KARIBU care Reise-Tipps

Flug: Die meisten Charterfluggesellschaften fliegen nachts hin und am Tag zurück. Flugzeit Wien-Mombasa beträgt 7-8 Stunden. Sie können den Kilimandscharo auf der rechten Seite beim Hinflug sehen. Auf der linken Seite bekommen sie den Mount Kenya und einen atemberaubenden Sonnenaufgang zu sehen.

Visum: Bei der Einreise nach Kenia benötigen sie ein Visum. Sie erhalten dies am Flughafen in Afrika für umgerechnet ca. 50 Euro.

Verkehr: Achtung, in Kenia herrscht Linksverkehr!

Taxi: Preis vor dem Einsteigen aushandeln. Feilschen und zugleich Rückfahrt und Treffpunkt vereinbaren. Den Fahrpreis sollten sie erst bei Ankunft am letzten gewünschten Zielort bezahlen. (Tagesausflug von der Südküste nach Mombasa inkl. Führung sollte ca. 3800 KSH nicht überschreiten).

Matatu: Es gibt keine Fahrpläne für Sammeltaxis. Sie sind leider oft zu beladen, fahren jedoch auch in Gegenden, wo die Linienbusse nicht weiterkommen würden.

Zeit: Im Sommer 1 Stunde, im Winter sogar 2 Stunden vor unserer Zeit. Pünktlichkeit wird in Kenia nur bei Geschäfts-Meetings genau genommen. Kenia liegt am Äquator, so geht die Sonne ganzes Jahr immer um 19.00 Uhr unter.

Essen und Trinken: Die Speisekarten in den Restaurants sind vielfältig und bieten für jeden Geschmack etwas. Probieren sie auch mal afrikanische Köstlichkeiten. Sehr beliebte Gerichte sind Meeresfrüchte.

Souvenirs: Ausfuhrverbot für Elfenbeinprodukte, Muscheln, etc. Feilschen: Vergleichen Sie die Preise, bevor sie überteuerte Souvenirs am Strand, in Hotels, Lodges kaufen. Meistens wird mehr als die Hälfte des erstgenannten Kaufpreises runtergehandelt. Kugelschreiber, Socken, T-Shirts sind bei den Landesleuten gern gesehene Geschenke.

Kriminalität: Diese ist nicht höher als in anderen Ländern. Deponieren sie ihre Wertsachen im Safe. Tragen sie ihre Geldbörse stets nah am Körper. Wenn sie zum Strand gehen, empfielt es sich, weder Fotoapparat noch sonstige Wertgegenstände mit zu nehmen. Diebe wissen über das Versteck unter dem Handtuch meist bescheid.

 

Pass: Machen sie eine Kopie von Ihrem Reisepass und bewahren Sie diese getrennt auf. Im Falle von Verlust bzw. Diebstahl erleichtert dies das Verfahren, Ersatzpapiere bei der Botschaft zu erhalten. Bewahren sie Ihren Reisepass wenn möglich im Hotelsafe auf.

Gesundheit: Ich empfehle ihnen, ihren Impfpass in den Urlaub mitzunehmen. Sie erhalten Wasser in Krügen. Das Wasser aus der Leitung sollte nicht als Trinkwasser verwendet werden. Erkundigen sie sich bei Ihrem Arzt, welche Impfungen notwendig bzw. empfohlen werden (Typhus, Hepatitis, Malaria-Talbetten etc.).

Sonnenschutz: Die Sonneneinstrahlung in Kenia ist um ein vielfaches stärker als in Europa. Auch im Schatten nimmt ihre Haut Farbe an, dies ist jedoch weniger gefährlich. Tragen sie eine Kopfbedeckung, speziell bei Sportarten am Strand. Sonnencreme sollten sie sich von zu Hause mitnehmen, denn in Kenia gibt es nur eine kleine Auswahl, dafür umso teurer.

Kleidung: Die Abende in Kenia können sehr kühl sein. Packen sie daher ausreichend lange Kleidung ein. Diese bietet auch Schutz vor Moskitos. In Manchen Hotels ist gepflegte Kleidung beim Abendessen erwünscht, für die Herren bedeutet das: lange Hosen.

Safari: Vergessen sie nicht, ihr Fernglas und eine Fotokamera einzupacken. Nehmen sie genügend Wasser zu trinken mit. Die Tiere in den Nationalparks dürfen nicht gefüttert werden. Es empfielt sich, eine kleine Reisetasche mitzunhehmen, für die Übernachtung in der Lodge.

Beach Boys: Sie können sehr anhänglich sein. Es ist wichtig, immer höflich zu bleiben. Sagen sie einfach "Hakuna pesa" (ich habe kein Geld) oder "Hapana asante" (Nein, danke). Versprechen sie nichts, was sie nicht halten können.

Verhaltensregeln: Je mehr man sich dem Hotel entfernt, sollte man - aus Respekt der muslimischen Bevölkerung gegenüber - lange Kleidung tragen. Oben-Ohne und Nacktbaden ist in Kenia verboten. Zeigen sie nicht mit nacktem Finger auf Personen oder etwas das ganz in der Nähe ist.

Sie wurden eingeladen: Bringen Sie ein nützliches Gastgeschenk mit, z.B. Zucker, Tee, Mehl usw.


Österreichische Vertretungen in Kenia


Österreichische Botschaft in Nairobi
Muthaiga, Limuru Rd. 536
P.O.Box 30560, 00100 Nairobi
Kenia
Tel.: +254 20 4060022, -23, -24
Fax: +254 20 4060025
E-Mail: nairobi-ob@bmeia.gv.at
Bereitschaftstelefon: +254 733-635651 (nur für Notfälle)
Parteienverkehr: Montag - Freitag 9 - 12 Uhr

 

Österreichisches Honorarkonsulat in Mombasa
Ralli House
Nyerere Avenue
P. O. Box 84045, 80100 Mombasa
Kenia
Tel: +254 41-2313386
Fax: +254 41-2313386
E-Mail: tibor@tgaalarchitects.co.ke

 

Kenianische Vertretungen in Österreich

 

Botschaftskanzlei
Adresse: Neulinggasse 29/8, 1030 Wien
Telefon: +43 1 172 39 19+43 1 172 39 20      
Fax: +43 1 1712 39 22

Honorarkonsulat
Adresse: Hohe Warte 7A, 1190 Wien
Telefon: +43 1 368 51 73      
Fax: +43 1 368 74 80